Die Top 3 Herausforderungen in der Projektarbeit – Ein Fazit unseres Meetups

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Netzwerkstrukturen und projektorientierte Arbeit, mit dem Ziel Mitarbeiter flexibel entsprechend ihrer unterschiedlichen Fähigkeiten, Potenziale und Wünsche einzusetzen. Wir diskutierten die Vorteile der Projektarbeit gegenüber klassischen Hierarchien und die Herausforderungen bei der Umsetzung dieser Organisationsform.

Eine wachsende Zahl an Unternehmen stellt sich immer mehr auf die Bedürfnisse des modernen Arbeitnehmers ein. Aus gutem Grund: auch Sie profitieren vom gezielten, flexiblen Einsatz der verschiedenen Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter. Änderungen an der Unternehmensstruktur sind jedoch nicht trivial. Daher haben wir in einem Meetup typische Herausforderungen in der Projektarbeit vorgestellt und mit unserem Podium und Gästen diskutiert.

Projektarbeit und die Bedürfnisse der Generation Y

Die klassische, festgeschriebene Karriere nach Schema F ist ein Auslaufmodell. Wechselnde Aufgabenbereiche, das Arbeiten in interdisziplinären Teams und vielseitige Entwicklungsmöglichkeiten passen viel mehr zu den Vorstellungen der Generation Y.

Anforderungen der Generation Y an die Arbeitswelt
Anforderungen der Generation Y an die Arbeitswelt

Wenn Unternehmen mehr Transparenz und Mitbestimmung bei der Organisation und Planung schaffen, führt das zu höherer Mitarbeiterbindung und mehr Zufriedenheit. Genau deshalb ist die Auflösung starrer Strukturen und der Wandel hin zur Projektorganisation DER Top Trend in der Arbeitswelt.

New Work Order: Deine Zukunft liegt in der Projektarbeit

Es geht los – Richard eröffnet das Meetup

Unter diesem Titel haben wir am 18.07.2017 in Berlin zu unserem ersten Meetup geladen. Das Ziel des Abends bestand darin, Inspirationen zu geben und den Austausch zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern aus verschiedenen Umgebungen zu fördern. Als Beispiel für eine gelebte New Work Kultur konnten wir die Service Innovation Labs gewinnen. Dieses Unternehmen bearbeitet vielfältige Kundenaufträge mit wechselnden Anforderungen und Prozessen. Sie strukturieren sich in einer Mitarbeiter bestimmten Organisationsform, genannt Holokratie.

Netterweise durften wir die Gastfreundschaft der SI-Labs für unser Meetup nutzen und in ihren Räumen ein bunt gemischtes Publikum empfangen: Projektmitarbeiter, HR-Enthusiasten aus Startups, Personaler mit Corporate-Background, Projektmanager aus Großkonzernen, Freelancer und Studenten sind unserem Ruf gefolgt. Somit gingen auch die Erfahrungen und Meinungen sehr auseinander. Gemeinsam haben wir darüber diskutiert, welche Vorteile und Herausforderungen es für Individuen und Unternehmen in projektorientierten Strukturen gibt.

Das Set-Up

Nach einer kurzen Einführung in das Thema durch unseren iCombine CEO Richard Schentke ging das Meetup in eine offene Podiumsdiskussion über. Dieses Format erlaubte unseren Gästen jederzeit Anmerkungen und Fragen in die Diskussion einzuwerfen.

Jacqueline, Richard und Lucy auf der Couch
Unser Podium: Jacqueline, Richard und Lucy  (v.l.n.r.)

Neben Richard, der seine Erfahrung als ehemaliger HR-Consultant und heutiger Advokat von HR-Softwarelösungen teilte, saß auch Jacqueline Köppen auf der schwarzen Couch. Als Organisationsexpertin und Coach konnte sie das Gespräch mit ihren Erfahrungen in den Bereichen Recruiting, Mitarbeiterentwicklung, Prozessoptimierung sowie innovative Führung bereichern. Lucy Jo Fritz von AllesRoger übernahm an diesem Abend die Moderation und hatte sogleich ein paar Fragen, mit denen die lebhafte Diskussion starten konnte.

Herausforderungen in der Projektarbeit, die jedes Unternehmen hat

Schnell kristallisierten sich Handlungsfelder heraus, auf die Individuen und Unternehmen in einer projektorientierten Umgebung ein besonderes Augenmerk legen sollten. Diese lassen sich wie folgt in drei Bereiche zusammenfassen:

1. Projektorganisation

Agilität bedeutet nicht Anarchie. Im Gegenteil, es muss messbar und zielgerichtet geplant und kommuniziert werden. Prozesse müssen geschaffen werden, um die interne Organisation der Projekte zu koordinieren. Nur so können Projekte optimal durch die passenden Mitarbeiter besetzt, durchgeführt und ausgewertet werden. Dabei ist auf die Einführung von geeigneten Tools und Software zu achten.

2. Personalentwicklung

Durch die Auflösung von festen Strukturen gibt es keine vorgeschriebenen Karrierepfade mehr im Unternehmen. Das bedeutet, die Entwicklung der eigenen Mitarbeiter sollte unbedingt kompetenzorientiert erfolgen. Schulungen ohne echten Bedarf und Relevanz bringen niemandem etwas. Es ist also Aufgabe des Unternehmens, jeden Mitarbeiter individuell und im Kontext der Unternehmensziele zu fördern.

3. Recruiting

Da es keine klassischen Rollen mit fest vorgeschriebenen Aufgabenbereichen mehr gibt, steht die Personalbeschaffung ebenfalls vor neuen Herausforderungen. Es muss genauer analysiert werden, welche komplementären Fähigkeiten das Unternehmen so bereichern, dass idealerweise mehr Projekte realisiert werden können. Zudem ist es wichtig, dass die Persönlichkeit eines neuen Mitarbeiters in das bestehende Team passt. Erfolgreich werden vor allem Personen sein, die selbstbestimmt Aufgaben angehen und sich proaktiv einbringen. Diese gilt es zu finden und in die eigene Unternehmenskultur einzuführen.

Was wir aus unserem ersten Meetup mitnehmen

An diesem Abend hat sich bestätigt: Das Interesse am Thema New Work ist groß. Die Community in Berlin ist sehr diversifiziert und am aktiven Austausch interessiert. Viele verschiedene Erfahrungen aus der alten und neuen Arbeitswelt wurden von alten Hasen und jungen Visionären geteilt. Innovative Unternehmen können viel von Organisationen lernen, die schon seit Jahren projektorientiert arbeiten. Im Gegenzug gibt es viele Ansätze, die alteingesessenen Konzernen dabei helfen können, nicht nur oberflächlich für Veränderung zu sorgen.

Anregendes Networking nach der Podiumsdiskussion

Wir empfehlen, die Thematik Projektarbeit und alle damit verbundenen Herausforderungen ganzheitlich zu betrachten: von der Konzeption und kontinuierlichen Optimierung von Planungsprozessen und damit verbundenen Tools, über die Personalentwicklung bis hin zum Recruiting.

Für weiterführende Informationen möchten wir auf folgende Quellen verweisen: Den Film Augenhöhe, den Artikel „Ressourcenmanagement für Projekte – so kann es gelingen“, das Buch The Lean Startup und die Beiträge über Holokratie bei der Deutschen Bahn und bei der Telekom.

Um noch tiefer in diese Materie einzutauchen, werden wir auch in Zukunft Meetups organisieren und mit interessierten Gästen die Diskussion weiter vorantreiben. Interessierte können unseren Newsletter abonnieren oder uns einfach direkt oder über Xing und LinkedIn kontaktieren.

Ein großes Dankeschön geht an alle, die dieses Mal dabei waren und diesen Abend bereichert haben. Wir freuen uns schon auf das nächste Meetup!

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